Shell Eco-marathon 2017

Nach dem Sieg am 21. Mai beim EducEco in Frankreich blieb dem TUfast Eco Team keine Zeit für Erholung. Noch am selben Abend setzte es nach England über, um am darauffolgenden Tag mit den Vorbereitungen für den Shell Eco-marathon – den größten Effizienzwettbewerb dieser Art – zu beginnen. Hier ging es deutlich internationaler zu als in Frankreich. 171 Teams aus ganz Europa und Afrika nutzten die ersten Tage des Wettbewerbes, um bei bestem Wetter ihre Fahrzeuge für die Wertungsläufe des kommenden Wochenendes vorzubereiten. Auch nach, oder gerade wegen der traurigen Nachricht des Anschlags in Manchester, ließen es sich die Studentinnen und Studenten aus 24 Nationen nicht nehmen, ein entschlossenes Signal für Völkerverständigung und internationale Freundschaft zu senden. Doch auch wenn – unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen – abseits der Strecke viel gelacht und geredet wurde, auf dem Track und in den Werkstätten herrschte der Ehrgeiz und die Teams versuchten noch das letzte aus ihren Fahrzeugen herauszuholen.

Nach anfänglich guten Testläufen tauchten beim TUfast Eco Team jedoch Probleme auf und nachdem der erste Wertungslauf am Freitag den 26. abgebrochen werden musste, bestand Gewissheit: Ein Motorregler hatte Schaden genommen und musste ausgetauscht werden. Trotz dieses schweren Rückschlags bewies das Team Moral und einen starken Durchhaltewillen. Alle Hebel wurden in Bewegung gesetzt und schließlich wurden mitten in der Nacht zwei Ersatzregler von Deutschland eingeflogen. Nach dieser Nachtschicht galt es nun, die Nerven zu bewahren. Die Konkurrenz hatte mit guten Werten vorgelegt und das Eco Team hatte immer noch keinen gültigen Wert vorzuweisen. Daher war die Nervosität groß, als muc017 schließlich an den Start rollte, um 10 Runden auf der anspruchsvollen Strecke zurückzulegen. Neben dem Bewältigen einer Steigung, war vor allem das Anhalten und Losfahren – das jede Runde den städtischen Stop and Go Verkehr simulieren soll – eine Herausforderung für jedes Urban Concept. Als muc017 nach 39 Minuten und knapp 16 km über die Ziellinie fuhr, war beim gesamten Team die Freude groß und als wenig später die Platzierung feststand, brach Jubel aus. muc017, ein Fahrzeug das in 9 Monaten konstruiert, gefertigt und gebaut wurde, hatte beim Shell Eco-marathon 2017 den zweiten Platz errungen. Nur dem Dauersieger ISEN Toulon aus Frankreich, hatte sich das Team knapp geschlagen geben müssen.
Trotz dieses großen Erfolges – den wir unseren Familien, Freunden und vor allem unseren treuen Sponsoren verdanken – brennt das Team darauf, nächstes Jahr noch erfolgreicher wiederzukommen. Wir sagen auf Wiedersehen, London – bis zum nächsten Jahr! #neverendingdrive

Educ Eco 2017

Studenten der Technischen Universitaet Muenchen testen ein ECO-Elektrofahrzeug in einer Halle des Flughafens Muenchen / Flughafen Muenchen / Muenchen / 10.05.2017
Foto: Stephan Goerlich / FMG

Nach nur wenigen Testkilometern am Campus Garching, am Flughafen München und am Audi Testgelände am Münchner Flughafen ging es am Donnerstag den 18. Mai los.
Der Educ Eco begrüßte unser Team mit leichten Regenschauern. Kein Problem für unseren muc017, der schon per Reglement für solche Wetterbedingungen geeignet sein muss. Am ersten Tag schafften wir einen Großteil der technischen Abnahme – lediglich die Elektronik war zu Beginn nicht 100% regelkonform.

Nach einer Nachtschicht in den Paddocks ging es am Samstag in der Früh wieder zur technischen Abnahme, wo wir schließlich die Freigabe für die Strecke erhielten. Leider verpassten wir dadurch die UrbanConcept-Läufe am Samstagvormittag und mussten bis nachmittags auf den ersten offiziellen Renneinsatz von muc017 warten. Das Team nutzte die Zwischenzeit um das Fahrzeug auf die Streckengegebenheiten in Frankreich einzustellen. Am 20. Mai um 17 Uhr durfte muc017 dann das erste Mal auf die Strecke. Aufgrund eines technischen Problems mussten wir kurz anhalten, wobei wir sofort von einem Streckenposten angeschoben wurden. Dadurch hatten wir nicht die Gelegenheit, selbst wieder anzufahren. Lasse Trockel beendete diesen Lauf zwar souverän, jedoch wurde der Lauf durch diesen Zwischenfall als ungültig gewertet. Ein wenig enttäuscht nahmen wir an der Verleihung der Off-Track Awards teil. Doch die Verleihung besonderer Auszeichnungen – für den besten Antriebsstrang, die beste Fahrstrategie sowie für unsere weiteren technischen Innovationen – ließen Freude aufkommen.

 

Angetrieben durch dieses Erfolgserlebnis arbeitete das Team unermüdlich die Nacht durch um beim letzten möglichen Lauf alles zu geben und muc017 die Ehre zu erweisen ein gültiges Ergebnis einzufahren. Am Sonntag, den 21. Mai, ging der in nur 10 Monaten entwickelte und gefertigte muc017 an den Start.
Der Pilot in diesem Lauf, Lasse Trockel, kam morgens um 10Uhr ausgeschlafen an die Startlinie. Nur eine Stunde später hatte gab es schließlich die Gewissheit: muc017 hatte einen gültigen Lauf! Für das Team bereits jetzt schon der größte Erfolg; das genaue Ergebnis bleib weiterhin unbekannt. Keinen halben Tag später fand die Siegerehrung statt: Das genaues Resultat des letzten Laufes: 194km/kWh, oder umgerechnet auf ein Benzinäquivalent, 1689km mit nur 1 Liter Super95! Damit konnte sich das Team durchsetzen und gewann neben den Off-Tacks noch den Gesamtsieg in der Kategorie der „Urban Concept Battery-electric and solar vehicles“ und als Krönung noch den Grand Prix für das beste Urban Concept. Mit insgesamt fünf Preisen im Gepäck ging es noch am selben Tag mit der Fähre nach England um auch dort zeigen zu können, was in muc017 und dem TUfast Eco Team steckt. #neverendingdrive

Rollout muc017

Am Mittwoch, den 05.04.2017, fand die offizielle Präsentation unseres Urban Concepts, wie bereits im Jahr zuvor im MVG Museum in München statt. Eingerahmt von den historischen Trambahnen strahlte der Star des Abends dann bei der Enthüllung umso mehr.

Wie jedes Jahr fieberten wir dem Abend voller Erwartungen herbei und konnten es kaum erwarten, endlich der Öffentlichkeit zu zeigen, woran wir so lange gearbeitet hatten und all unsere harte Arbeit hinein geflossen war. Die Saison hatte im Juli mit dem Wechsel zur Urban Concept Klasse spannend begonnen und natürlich waren alle gespannt, wie wir mit dieser neuen Herausforderung umgehen würden. Im Laufe der Konstruktions- und später der Fertigungsphase stießen wir dann wenig überraschen immer wieder auf kleine und größere Schwierigkeiten und Unterschiede im Vergleich zum Prototypenbau. So mussten wir z.B. vom Monocoque auf Grund der schieren Größe des Urban Concepts Abstand nehmen und uns mit verschiedenen Möglichkeiten zum Verbinden der einzelnen
Chassisteile auseinandersetzen. Aber auch scheinbar unkomplizierte Bauteile sowie der Scheibenwischer oder das Türscharnier boten so ihre Tücken.

 

Schlussendlich gelang es uns aber immer, alle neuen Herausforderungen zu meistern und die Arbeit war sofort vergessen, als wir endlich alle gemeinsam auf der Bühne stehen konnten und muc017 enthüllt wurde.

Gemeinsam mit unseren Sponsoren, Familien und Freunden feierten wir diesen besonderen Moment bis in den späten Abend hinein gebührend, um uns jetzt wieder mit voller Kraft der endgültigen Perfektion unseres Fahrzeugs zu widmen. Bis zum Beginn der Wettbewerbsphase bleibt uns jetzt nur noch etwas mehr als ein
Monat um zu testen und noch kleinere Feinheiten auszubessern.

 

Mehr Bilder vom Abend finden Sie hier.

 

11.02.17 Fokus auf die Fertigung!

Das neue Jahr hat für uns genauso produktiv begonnen, wie das alte endete. Noch vor Weihnachten überraschten uns unsere Fertiger mit den ersten Bauteilen und kaum waren die Feiertage vorbei, standen die Teammitglieder schon wieder in der Werkstatt und machten sich an die Arbeit. So konnten die ersten Chassis – Bauteile noch während der Weihnachtsferien den Ofen verlassen und entformt werden.

Für die Fertigstellung der Carbonarbeiten warten wir momentan noch auf die letzten Formen von unseren Fräsern, aber Woche für
Woche lässt sich nun schon immer mehr vom späteren Fahrzeug erkennen. Zudem sind kleinere Bauteile wie die Spiegel aus der Fertigung zurück und bekommen noch den letzten Schliff.
Das Fahrwerk testet indes erfolgreich die ersten Komponenten auf Stabilität und Funktionalität und führt Nachbearbeitungen an den gefertigten Bauteilen durch.
Und auch beim Antrieb wurde die Arbeit über die letzten Wochen mit voller Kraft vorangetrieben. Die Schaltpläne und Layouts für unsere Platinen wurden fertiggestellt und nun macht sich das Team an die Softwareentwicklung.

 

Es geht also zügig voran bei der Fertigung unseres Urban Concepts und wir können es kaum mehr erwarten, das fertige Fahrzeuge im April endlich zu präsentieren und natürlich auf der Rennstrecke im Einsatz zu beweisen!

15.12.2016 TUfast Eco goes Urban Concept!

Urban Concept

Neues Saison, neues Konzept! Wir haben uns entschieden, nicht wie bisher einen Prototyp für den alljährlichen Shell Eco-marathon zu entwickeln. Stattdessen wollen wir uns an eine neue Herausforderung wagen und in die Urban Concept Klasse einsteigen. Für viele kommt diese Entscheidung vielleicht etwas überraschend, für uns war es eine völlig natürliche Entwicklung nach den Erfolgen der letzten Saison.
Viele erfolgreiche Jahre in der Prototypen Klasse liegen hinter uns. Jedes Jahr haben wir uns darangemacht, ein neues noch besseres Fahrzeug zu entwickeln und sind technisch über uns hinausgewachsen. In diesem Sommer gipfelte unsere Anstrengung dann sogar im Rekord für das effizienteste Fahrzeug der Welt. Für manche wäre diese Leistung Grund genug, es von nun ruhiger angehen zu lassen und nur noch zu verbessern, was bereits entwickelt wurde. Natürlich war das absolut niemals eine Option für uns – es war klar, dass wir uns nun einer neuen Herausforderung zuwenden werden. Die Entscheidung fiel auf den Einstieg in die „Urban Concept“-Klasse.

Doch warum ausgerechnet Urban Concept?

Schon länger beschäftigt uns die Idee, ein Fahrzeug zu entwickeln, das weniger realitätsfern ist und uns die Möglichkeit gibt, tiefer in den Automobilbau einzutauchen. Die Entwicklung eines Urban Concepts eröffnet uns jetzt die Möglichkeit dazu. Hier können wir nun all die Ideen umsetzen, die seit Jahren im Team gesammelt und diskutiert wurden, aber aufgrund des strikten Fokus auf die Fahrzeugeffizienz bei Prototypen bis jetzt nicht verwirklicht werden konnten. Gerade für die vielen langjährigen Teammitglieder geht damit nun ein kleiner Traum in Erfüllung. Zudem glauben wir fest daran, dass in der Zukunft kein Weg mehr an der Elektromobilität vorbeiführt. Das Urban Concept erlaubt es uns, nun einen weiteren Schritt in Richtung dieser Vision zu gehen. Mit unserem neuen Fahrzeug wollen wir als TUfast Eco Team einen Teil dazu beitragen, ein Bewusstsein für die Möglichkeiten und die Wichtigkeit einer grünen Mobilität zu schaffen.

Und was ist Urban Concept eigentlich?

Also was ist daran jetzt so spannend und innovativ? Ein Urban Concept unterscheidet sich in mehreren Punkten deutlich von der Prototypklasse, da der Hauptfokus nun nicht mehr ausschließlich auf einem möglichst geringen Energieverbrauch liegt – eine eingeschränkte Straßentauglichkeit ist nun zusätzlich erforderlich.
Grundsätzlich geht es darum, ein hocheffizientes Fahrzeug zu entwickeln, das sich näher an den alltäglich gegebenen Bedingungen und Anforderungen orientiert. Dies bedeutet unter anderem eine aufrechte Sitzposition, höhere Wetterbeständigkeit, ein vollumfängliches Außenlichtsystem, der Einsatz eines Seitentür – Designs und vieles mehr.

 

16.07.2016 – TUfast Eco Team erreicht Guinness World Record als effizientestes elektrisches Fahrzeug der Welt

Nach einem Jahr Vorbereitungszeit ist es vollbracht. Am Samstag, 16. Juli 2016 absolvierte unser Weltrekord-Team den offiziellen Weltrekordversuch und konnte eine neue absolute Bestmarke für effiziente Fahrzeuge setzen. Das Team stand in aller Frühe auf, um rechtzeitig an der von unserem langjährigen Sponsor Audi eigens reservierten Strecke alles vorzubereiten. Letzte Tests am Vortag ließen auf ein gutes Abschneiden hoffen, das intern gesetzte Ziel von 1000 km/kWh zu erreichen.

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Als Fahrzeug für den Rekordversuch wurde eLi14 gewählt, welche für die Saison 2014 gebaut wurde. Das Fahrzeug wurde als ideal erachtet, da es aerodynamische Vorteile gegenüber unseren neueren Modellen aufweist (die dem veränderten Reglement des Shell Eco-marathon entsprechen), aber trotzdem sehr leicht und mit einem einfach anpassbaren Fahrwerk ausgestattet ist. Für den Weltrekord wurde eLi14, basierend auf den Erfahrungen mit eLi15 und eLi16, aufgerüstet. So fanden unser eigens entwickelter Motorregler mit optimierter Anfahr- und Geschwindigkeitssimulation, neue Felgen mit extrem leichtläufigen Lagern, ein Motor mit optimierten Magneten und Silberdrahtwicklung für reduzierte Verluste und ein aerodynamischer Deckel ohne die ursprünglich installierten Solarzellen allesamt in eLi14 Einzug. Auch ein nostalgischer Grund sprach dafür, eLi14 für den Versuch zu wählen – denn bei den Wettbewerben in der Saison 2014 konnte sie ihre wahre Größe auf Grund einer Disqualifizierung und technischen Problemen nicht zeigen.

Nachdem die Strecke inspiziert und das Fahrzeug von den anwesenden Gutachtern von Guinness World Records sowie Prof. Herzog von der TU München und Manfred Schedl von TQ Systems/Robodrive eingehend geprüft wurde, konnte gegen 9:30 der erste Versuch gestartet werden. Nach der erfolgreichen „Installation Lap“ gab es gleich beim ersten Startversuch einen Schreck – der Motor stotterte. Das Problem war jedoch schnell gefunden und behoben, die Steckkarte des Motorreglers war nicht richtig verriegelt. Kurze Zeit später wurde das Energiemessgerät erneut fachgerecht von den Prüfern versiegelt und schon konnte es losgehen. Sachte beschleunigte eLi14 auf die voreingestellte Endgeschwindigkeit, um die geforderten 25km innerhalb von einer Stunde zurückzulegen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von somit 25km/h entspricht damit der vom Shell Eco-marathon.

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Anschließend folgten 60 bange Minuten – schon ein kleines technisches Problem hätte wertvolle Zeit kosten können. Doch eLi14 zog Runde um Runde mit konstanten Zeiten ihre Bahnen und rollte trotz frühzeitig abgeschaltetem Motor fast einen Kilometer übers Ziel hinaus. Diese tollen Ausrolleigenschaften ließen das Team hoffen. Doch zunächst musste die verbrauchte Energie von den Prüfern abgelesen, umgerechnet und bestätigt werden. Das erste Ergebnis: 1142 km/kWh. Die Freude war riesig, das eigene Ziel bei Weitem übertroffen!

Doch uns war sofort klar – damit war noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Der auf Sicherheit gefahrene erste Lauf musste natürlich überboten werden! Sofort machte sich das Team daran, den vorprogrammierten Tempomaten anzupassen, einen neuen Hinterreifen aufzuziehen und den Reifendruck zu erhöhen. Zusätzlich wurde das Beschleunigungsprofil überarbeitet und aus dem sehr weiten Ausrollen beim ersten Versuch wurde der Punkt, an dem der Motor abgeschaltet werden sollte, deutlich nach vorne korrigiert.

Der zweite Lauf verlief völlig reibungslos und das Ergebnis konnte trotz auffrischendem Wind noch einmal stark verbessert werden. Am Ende standen 81,16 Wh/100km auf der Energie-Uhr.
Dies entspricht 1232 km/kWh oder 10956 km pro Liter Superbenzin (ermittelt per Brennwertumrechnung). In der jedem Autofahrer bekannten Einheit sind dies ca. 0,009 Liter Super pro 100 km oder für US-Vergleiche 26135 mpg.

Stolz wurde uns das Zertifikat von der Guinness-Prüferin überreicht, und das TUfast Eco Team darf sich nun ganz offiziell Weltrekordhalter des „Effizientesten elektrischen Fahrzeugs“ nennen! Ein riesiges Dankeschön geht dabei an unsere Sponsoren, ohne deren Einsatz für uns dies nicht möglich geworden wäre!

Audi_Facebook_Gruppenfoto

 

Auch die Presse hat sich unserem Weltrekord gewidmet:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/guiness-buch-der-rekorde-das-ist-das-sparsamste-e-auto-der-welt-1.3082107
http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/abendschau-der-sueden/das-wichtigste-aus-suedbayern-204.html
https://www.wired.de/collection/latest/guiness-rekord-das-sparsamste-e-auto-der-welt-kommt-aus-muenchen
http://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/kurz/article/33267/
http://blog.audi.de/2016/07/20/effizienz-weltrekord-bei-audi/
https://www.audi-mediacenter.com/de/pressemitteilungen/team-tufast-eco-faehrt-bei-audi-zum-guinnessrekord-6492
http://sportreport.biz/2016/07/18/team-tufast-eco-faehrt-bei-audi-zum-guinnessrekord/
http://www.gizmag.com/tufast-student-ev-team-record/44478/

Shell Eco-marathon 2016 in London

28046153491_9c2d2f7636_oNach einer langen Saison voller Auf und Ab stellte die Teilnahme am Shell Eco-marathon in London den Endpunkt dar. Weil unsere Ausrüstung bereits Mitte der Woche verschifft wurde und die meisten Mitglieder den Flugweg auf die Insel nutzten, konnte die Reise dann meist mit einer vorhergehenden Akklimatisierung in der Stadt verbunden werden. Ausgeruht konnte sich also das gesammelte Team in London treffen und in den Wettbewerb starten, wo zunächst die technische Inspektion zu bestehen war, um auf der Strecke zugelassen zu werden. Diese erste Hürde konnte relativ problemlos genommen werden, da wir schon die Erfahrungen der letzten Events in der Saison nutzen konnten und ein betriebssicheres Fahrzeug gebaut hatten. Somit waren wir eines der ersten aus über 200 Teams, die für die Strecke zugelassen wurden.

27509483174_36082997f9_oBei den ersten Testläufen wurde bereits deutlich, wie anspruchsvoll und schwierig die Strecke ist. Besonders eine große Steigung und einige schlecht verarbeitete Fahrbahnübergänge brachten unser – aus Effizienzgründen ungefedertes – Fahrzeug an seine Grenzen. Bereits beim zweiten Testlauf mussten wir aufgrund der unerwartet hohen Belastungen eines unserer Kernbauteile auswechseln. Größere Schäden konnte jedoch vermieden werden und innerhalb von zwei Stunden wurden alle betroffenen Bauteile ersetzt. Leider hielt diese Pechsträhne an – diesmal jedoch nicht der Strecke, sondern der Konkurrenz geschuldet.

28227954176_e62234d256_oNachdem der erste Wertungslauf problemlos abgeschlossen wurde, durften wir unseren zweiten Lauf gleich zweimal wiederholen, nachdem wir einmal in die Bande gedrängt wurden und ein andermal von einem liegen gebliebenen Fahrzeug an der Zieleinfahrt gehindert wurden. Bei all diesen Zwischenfällen hatten wir jedoch Glück, dass es dank der stabilen Carbonbauweise außer einem leicht zu ersetzenden Radkasten keine größeren Schäden mehr gab. Im Laufe des Wettbewerbes kam es bei einigen anderen Teams Überschlägen, Crashs und ein Prototyp fing sogar Feuer. Durch die trainierten Fahrer und Track Marshalls konnte das Rennen aber ohne große Beeinträchtigung der Sicherheit fortgeführt werden. Außerdem wurden regelmäßig Fahrzeuge abgeschleppt, die die starke Steigung in Kombination mit starken Seiten- und Gegenwinden nicht überwinden konnten. Allen erlittenen Widernissen zum Trotz konnten wir letztendlich aber als eins der wenigsten Teams alle regulären und gültigen Wertungsläufe erfolgreich beenden. Letztendlich konnten wir unsere Mühen mit einem sehr guten dritten Platz belohnen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Lob an unser gesamtes Team, das alle Tage hinweg zusammenhielt und eLi16 ständig in fahrbereiten Zustand brachte, damit wir wiederholt eine Spitzenplatzierung in der hart umkämpften Battery Electric Kategorie erreichen konnten.

Ein Ergebnis auf das wir – aufgrund der Geschehnisse auf der Strecke – mehr als stolz sein können und das uns Motivation für das nächste Jahr spendet. Bereits jetzt sind wir heiß auf die neue Saison und haben noch einige Überraschungen parat. Seien Sie gespannt!