Shell Eco-marathon – Challenger Event Paris 2018

Direkt im Anschluss an den Sieg am Educ Eco führte uns das Shell Eco-marathon Challenger Event in die Nähe von Paris. In den zwei Tagen Pause zwischen den Wettbewerben richteten wir uns an einem der lokalen Campingplätze heimisch ein und bereiteten muc018 auf die neuen Herausforderungen vor. Natürlich kam der Spaß auch hier nicht zu kurz, nicht nur einmal nutzten wir die Vorzüge des dortigen Pools

Das Challenger Event selbst liefe dann aber leider nicht mehr genauso reibungslos ab wie der vorangegangene Educ Eco. Den ersten Teil der Technical Inspection passierten wir noch problemlos, der zweite stellte uns dann aber vor einige Herausforderungen. Durch Vibrationen beim Transport ausgelöst, hatten sich einige Elektronikkomponenten gelöst und einen Kurzschluss ausgerechnet beim letzten Test verursacht. Unter Hochdruck musste nun der Auslöser gefunden werden und alle Schäden beseitigt werden. Das kostete uns unglücklicherweise fast den kompletten Tag.

Gerade rechtzeitig zum zweiten Wettbewerbstag, an dem die drei restlichen Challenges absolviert werden mussten, war muc018 auch wieder einsatzfähig. Voller Elan machten wir uns daran endlich zu beweisen was wir konnten. Schlussendlich mussten wir uns dann jedoch erneut einer Reihe von Unglücksfällen geschlagen geben.

 

Unerwartete Änderungen an der vorgegebenen Strecke, verlangten unserem Antriebsteam und dem Autonomen Subteam einiges an Kreativität ab und durch anhaltende Überbelastung mussten wir zwischenzeitlich mechanische Probleme an der Lenkung kurzfristig reparieren. Als gegen Abend dann auch noch das Wetter umschlug und Gewitter aufzogen mussten wir frühzeitig abbrechen. In diesen schwierigen Stunden zeigte sich noch einmal der wahre Teamgeist und Zusammenhalt, der das TUfast Eco Team so einzigartig macht. Niemand verlor während den schwierigen Tagen die Nerven und den Glauben daran, dass wir das schaffen können. Keine Selbstverständlichkeit, da wir auf keinerlei Erfahrungswerte aus den letzten Jahren bauen konnten, was das autonome Fahren angeht und der Schlafmangel und die brütende Hitze vor Ort jedem zusätzlich zusetzte.

Die Hartnäckigkeit und Zuversicht zahlte sich entgegen aller Widrigkeiten aus. Aller Schwierigkeiten zum Trotz gelang uns die langersehnte Premiere mit muc018. Zum ersten Mal in der Geschichte von TUfast hat ein Fahrzeug an einem Wettbewerb autonom einen Hindernisparcours erfolgreich absolviert!

Energiegeladen vom wenn auch etwas verspäteten Erfolgsmoment, stellten wir uns dann am letzten Wettbewerbstag einer Jury aus Experten verschiedenster Disziplinen. Dort mussten wir sowohl unser Technisches als auch unser Sicherheitskonzept und einen selbst entwickelten Use Case präsentieren und uns im Anschluss den Fragen der Experten stellen, was wir mit Bravour absolvierten.

Bevor wir uns dann auf den Rückweg machten, feierten wir nochmal den Abschluss der ersten Wettbewerbsphase mit einem Abstecher nach Paris und einem geselligen Abend am Campingplatz gemeinsam mit einigen anderen Teams.

Diese Kollegialität zwischen den konkurrierenden Teams war wirklich bemerkenswert. Gerade in einer neuen Disziplin, wie dem autonomen Fahren könnte man erwarten, dass der Druck hoch ist und man sich eher abgrenzt von seinen Wettbewerbern. Dies war hier zu keinem Zeitpunkt der Fall. In Tradition mit dem Kerngedanken des Shell Eco-marathons lag der Fokus immer auf einem Miteinander anstatt einem Gegeneinander. Vier Top-Teams traten in der Disziplin autonomes Fahren an und reizten dabei ihre Leistungsgrenzen bis ans Limit aus. Jeder wusste also wie sich der andere gerade fühlt und hat mit den anderen mitgezittert und mitgejubelt, genauso wie mit dem eigenen Team.

Wir freuen uns nun umso mehr auf den Shell Eco-marathon Anfang Juli (05. – 08.07.2018). Dann bekommen wir endlich unsere Chance vollends zu beweisen wozu muc018 fähig ist. Außerdem freuen wir uns darauf, all die motivierten anderen Teams wieder zu treffen, mit denen wir durch die gerade vergangenen aber auch frühere Wettbewerbe in Kontakt gekommen sind.

Educ Eco 2018


 
Mit einem fulminanten Auftritt in Valenciennes am Educ Eco sind wir in die Wettbewerbsphase 2018 gestartet!
Schöner kann ein Wettbewerb eigentlich kaum ablaufen, als der diesjährige Educ Eco. Nicht nur technisch lief alles wie am Schnürchen, sondern auch zwischenmenschlich wurden unsere Erwartungen übertroffen.

Die Technical Inspection bestanden wir auf Anhieb und hatten dadurch genug Zeit uns auf die drei Läufe vorzubereiten. Wir konnten dann auch alle drei Läufe gültig passieren und erzielten das Traumergebnis von 201,9 km/kWh, was 1759 km pro 1 Liter Benzin entspricht. Damit war uns der Gesamtsieg in der Kategorie „Urban Concept Battery-electric and solar vehicles“ sicher!

Zudem konnten wir den Off-track Award für die beste Fahrstrategie erringen und den Grand Prix für das beste Urban Concept. Im Vergleich zur Saison 2017 konnten wir uns mit diesem Wert schon ein gutes Stück verbessern. Jetzt geht es ans Optimieren, um am Shell Eco-marathon in London Anfang Juli nochmal den letzten Rest an Effizienz rausholen zu können.

Abseits der Strecke lief es ähnlich erfreulich für uns. Die Stimmung am Educ Eco ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes und mit ein Grund für uns dort jedes Jahr aufs Neue teilzunehmen. Trotz sprachlicher Unterschiede knüpften wir schnell Freundschaften zu den anderen Teams und tauschten uns angeregt über unsere Fahrzeuge, aber auch kulturelle Verschiedenheiten und Eigenheiten aus. Dabei war es ganz egal, ob das jeweilige Team nun eines der vielen französischen Teams war oder die polnischen „Iron Warriors“, die wir bereits aus den vorherigen Jahren kannten.

26.06.2014 – EducEco 2014 in Colomiers

Nur eine Woche nach dem Wettbewerb in Rotterdam war das TUfast Eco Team erneut auf Achse – es ging nach Colomiers (bei Toulouse) in Südfrankreich. In einer Woche war viel passiert: Fieberhaft wurde zwischen den Wettbewerben an eLi14 gearbeitet. Einerseits um herauszufinden, warum es auf dem Shell Eco-marathon nur zum 17. Platz gereicht hatte, andererseits um die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs zu erhöhen. Als Drittes wurde der Motorregler gegen das altbewährte Modell ausgetauscht, denn beim Wettbewerb in Frankreich dürfen auch auf dem Markt erhältliche Motorregler verwendet werden.

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20.05.2014 – Shell Eco-marathon 2014

Auch 2014 war das TUfast Eco Team wieder auf dem Shell Eco-marathon (SEM). Der Vorsatz, es weniger spannend zu machen als letztes Jahr, wurde aber wieder einmal nicht eingehalten. Insofern war nicht nur das gute Wetter dieses Jahr für so manchen Schweißausbruch im Team verantwortlich.

Teamfoto

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14.05.2014 – SEM: Ankunft, Technical Inspection

Technical Inspection

Im Vergleich zu letztem Jahr gibt es dieses Jahr einen entscheidenden Vorteil: Das Wetter ist besser, denn bei Regen oder nassen Straßen dürfen die Fahrzeuge der Prototype-Klassen nicht an den Start gehen. Aber auch generell ist gutes Wetter von Vorteil: Da es bei unserer Ankunft in Rotterdam am Montag nicht geregnet hatte, konnten wir ohne störende Nässe von oben unsere Zelte aufbauen, und am Dienstag war es sogar richtig sonnig. Allerdings konnten wir das bisher kaum nutzen, da letzte Vorbereitungen für die „Technical Inspection“ anstanden. Dazu gehörte neben dem obligatorischen Einstellen der Bremsen auch das Aufkleben neuer Sponsorenlogos auf unser aktuelles Fahrzeug eLi14. Insofern waren wir fast den gesamten Tag im Boxenbereich (Paddock).

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09.05.2014 – Einstimmung auf den Shell Eco-marathon

Heute in einer Woche, d.h. am Freitag den 16. Mai, findet der erste Wertungslauf am Shell Eco-marathon 2014 statt. Als Einstimmung auf den diesjährigen Wettbewerb haben wir einen Rückblick auf den letzjährigen Shell Eco-marathon erstellt. Das kurze Video mit der dramatischen Geschichte unseres 2. Platzes enthält auch ein etwa einminütiges Interview mit einem unserer Teammitglieder.

Ein genauerer Bericht findet sich hier.