15.12.2016 TUfast Eco goes Urban Concept!

Urban Concept

Neues Saison, neues Konzept! Wir haben uns entschieden, nicht wie bisher einen Prototyp für den alljährlichen Shell Eco-marathon zu entwickeln. Stattdessen wollen wir uns an eine neue Herausforderung wagen und in die Urban Concept Klasse einsteigen. Für viele kommt diese Entscheidung vielleicht etwas überraschend, für uns war es eine völlig natürliche Entwicklung nach den Erfolgen der letzten Saison.
Viele erfolgreiche Jahre in der Prototypen Klasse liegen hinter uns. Jedes Jahr haben wir uns darangemacht, ein neues noch besseres Fahrzeug zu entwickeln und sind technisch über uns hinausgewachsen. In diesem Sommer gipfelte unsere Anstrengung dann sogar im Rekord für das effizienteste Fahrzeug der Welt. Für manche wäre diese Leistung Grund genug, es von nun ruhiger angehen zu lassen und nur noch zu verbessern, was bereits entwickelt wurde. Natürlich war das absolut niemals eine Option für uns – es war klar, dass wir uns nun einer neuen Herausforderung zuwenden werden. Die Entscheidung fiel auf den Einstieg in die „Urban Concept“-Klasse.

Doch warum ausgerechnet Urban Concept?

Schon länger beschäftigt uns die Idee, ein Fahrzeug zu entwickeln, das weniger realitätsfern ist und uns die Möglichkeit gibt, tiefer in den Automobilbau einzutauchen. Die Entwicklung eines Urban Concepts eröffnet uns jetzt die Möglichkeit dazu. Hier können wir nun all die Ideen umsetzen, die seit Jahren im Team gesammelt und diskutiert wurden, aber aufgrund des strikten Fokus auf die Fahrzeugeffizienz bei Prototypen bis jetzt nicht verwirklicht werden konnten. Gerade für die vielen langjährigen Teammitglieder geht damit nun ein kleiner Traum in Erfüllung. Zudem glauben wir fest daran, dass in der Zukunft kein Weg mehr an der Elektromobilität vorbeiführt. Das Urban Concept erlaubt es uns, nun einen weiteren Schritt in Richtung dieser Vision zu gehen. Mit unserem neuen Fahrzeug wollen wir als TUfast Eco Team einen Teil dazu beitragen, ein Bewusstsein für die Möglichkeiten und die Wichtigkeit einer grünen Mobilität zu schaffen.

Und was ist Urban Concept eigentlich?

Also was ist daran jetzt so spannend und innovativ? Ein Urban Concept unterscheidet sich in mehreren Punkten deutlich von der Prototypklasse, da der Hauptfokus nun nicht mehr ausschließlich auf einem möglichst geringen Energieverbrauch liegt – eine eingeschränkte Straßentauglichkeit ist nun zusätzlich erforderlich.
Grundsätzlich geht es darum, ein hocheffizientes Fahrzeug zu entwickeln, das sich näher an den alltäglich gegebenen Bedingungen und Anforderungen orientiert. Dies bedeutet unter anderem eine aufrechte Sitzposition, höhere Wetterbeständigkeit, ein vollumfängliches Außenlichtsystem, der Einsatz eines Seitentür – Designs und vieles mehr.

 

16.07.2016 – TUfast Eco Team erreicht Guinness World Record als effizientestes elektrisches Fahrzeug der Welt

Nach einem Jahr Vorbereitungszeit ist es vollbracht. Am Samstag, 16. Juli 2016 absolvierte unser Weltrekord-Team den offiziellen Weltrekordversuch und konnte eine neue absolute Bestmarke für effiziente Fahrzeuge setzen. Das Team stand in aller Frühe auf, um rechtzeitig an der von unserem langjährigen Sponsor Audi eigens reservierten Strecke alles vorzubereiten. Letzte Tests am Vortag ließen auf ein gutes Abschneiden hoffen, das intern gesetzte Ziel von 1000 km/kWh zu erreichen.

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Als Fahrzeug für den Rekordversuch wurde eLi14 gewählt, welche für die Saison 2014 gebaut wurde. Das Fahrzeug wurde als ideal erachtet, da es aerodynamische Vorteile gegenüber unseren neueren Modellen aufweist (die dem veränderten Reglement des Shell Eco-marathon entsprechen), aber trotzdem sehr leicht und mit einem einfach anpassbaren Fahrwerk ausgestattet ist. Für den Weltrekord wurde eLi14, basierend auf den Erfahrungen mit eLi15 und eLi16, aufgerüstet. So fanden unser eigens entwickelter Motorregler mit optimierter Anfahr- und Geschwindigkeitssimulation, neue Felgen mit extrem leichtläufigen Lagern, ein Motor mit optimierten Magneten und Silberdrahtwicklung für reduzierte Verluste und ein aerodynamischer Deckel ohne die ursprünglich installierten Solarzellen allesamt in eLi14 Einzug. Auch ein nostalgischer Grund sprach dafür, eLi14 für den Versuch zu wählen – denn bei den Wettbewerben in der Saison 2014 konnte sie ihre wahre Größe auf Grund einer Disqualifizierung und technischen Problemen nicht zeigen.

Nachdem die Strecke inspiziert und das Fahrzeug von den anwesenden Gutachtern von Guinness World Records sowie Prof. Herzog von der TU München und Manfred Schedl von TQ Systems/Robodrive eingehend geprüft wurde, konnte gegen 9:30 der erste Versuch gestartet werden. Nach der erfolgreichen „Installation Lap“ gab es gleich beim ersten Startversuch einen Schreck – der Motor stotterte. Das Problem war jedoch schnell gefunden und behoben, die Steckkarte des Motorreglers war nicht richtig verriegelt. Kurze Zeit später wurde das Energiemessgerät erneut fachgerecht von den Prüfern versiegelt und schon konnte es losgehen. Sachte beschleunigte eLi14 auf die voreingestellte Endgeschwindigkeit, um die geforderten 25km innerhalb von einer Stunde zurückzulegen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von somit 25km/h entspricht damit der vom Shell Eco-marathon.

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Anschließend folgten 60 bange Minuten – schon ein kleines technisches Problem hätte wertvolle Zeit kosten können. Doch eLi14 zog Runde um Runde mit konstanten Zeiten ihre Bahnen und rollte trotz frühzeitig abgeschaltetem Motor fast einen Kilometer übers Ziel hinaus. Diese tollen Ausrolleigenschaften ließen das Team hoffen. Doch zunächst musste die verbrauchte Energie von den Prüfern abgelesen, umgerechnet und bestätigt werden. Das erste Ergebnis: 1142 km/kWh. Die Freude war riesig, das eigene Ziel bei Weitem übertroffen!

Doch uns war sofort klar – damit war noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Der auf Sicherheit gefahrene erste Lauf musste natürlich überboten werden! Sofort machte sich das Team daran, den vorprogrammierten Tempomaten anzupassen, einen neuen Hinterreifen aufzuziehen und den Reifendruck zu erhöhen. Zusätzlich wurde das Beschleunigungsprofil überarbeitet und aus dem sehr weiten Ausrollen beim ersten Versuch wurde der Punkt, an dem der Motor abgeschaltet werden sollte, deutlich nach vorne korrigiert.

Der zweite Lauf verlief völlig reibungslos und das Ergebnis konnte trotz auffrischendem Wind noch einmal stark verbessert werden. Am Ende standen 81,16 Wh/100km auf der Energie-Uhr.
Dies entspricht 1232 km/kWh oder 10956 km pro Liter Superbenzin (ermittelt per Brennwertumrechnung). In der jedem Autofahrer bekannten Einheit sind dies ca. 0,009 Liter Super pro 100 km oder für US-Vergleiche 26135 mpg.

Stolz wurde uns das Zertifikat von der Guinness-Prüferin überreicht, und das TUfast Eco Team darf sich nun ganz offiziell Weltrekordhalter des „Effizientesten elektrischen Fahrzeugs“ nennen! Ein riesiges Dankeschön geht dabei an unsere Sponsoren, ohne deren Einsatz für uns dies nicht möglich geworden wäre!

Audi_Facebook_Gruppenfoto

 

Auch die Presse hat sich unserem Weltrekord gewidmet:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/guiness-buch-der-rekorde-das-ist-das-sparsamste-e-auto-der-welt-1.3082107
http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/abendschau-der-sueden/das-wichtigste-aus-suedbayern-204.html
https://www.wired.de/collection/latest/guiness-rekord-das-sparsamste-e-auto-der-welt-kommt-aus-muenchen
http://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/kurz/article/33267/
http://blog.audi.de/2016/07/20/effizienz-weltrekord-bei-audi/
https://www.audi-mediacenter.com/de/pressemitteilungen/team-tufast-eco-faehrt-bei-audi-zum-guinnessrekord-6492
http://sportreport.biz/2016/07/18/team-tufast-eco-faehrt-bei-audi-zum-guinnessrekord/
http://www.gizmag.com/tufast-student-ev-team-record/44478/

Shell Eco-marathon 2016 in London

28046153491_9c2d2f7636_oNach einer langen Saison voller Auf und Ab stellte die Teilnahme am Shell Eco-marathon in London den Endpunkt dar. Weil unsere Ausrüstung bereits Mitte der Woche verschifft wurde und die meisten Mitglieder den Flugweg auf die Insel nutzten, konnte die Reise dann meist mit einer vorhergehenden Akklimatisierung in der Stadt verbunden werden. Ausgeruht konnte sich also das gesammelte Team in London treffen und in den Wettbewerb starten, wo zunächst die technische Inspektion zu bestehen war, um auf der Strecke zugelassen zu werden. Diese erste Hürde konnte relativ problemlos genommen werden, da wir schon die Erfahrungen der letzten Events in der Saison nutzen konnten und ein betriebssicheres Fahrzeug gebaut hatten. Somit waren wir eines der ersten aus über 200 Teams, die für die Strecke zugelassen wurden.

27509483174_36082997f9_oBei den ersten Testläufen wurde bereits deutlich, wie anspruchsvoll und schwierig die Strecke ist. Besonders eine große Steigung und einige schlecht verarbeitete Fahrbahnübergänge brachten unser – aus Effizienzgründen ungefedertes – Fahrzeug an seine Grenzen. Bereits beim zweiten Testlauf mussten wir aufgrund der unerwartet hohen Belastungen eines unserer Kernbauteile auswechseln. Größere Schäden konnte jedoch vermieden werden und innerhalb von zwei Stunden wurden alle betroffenen Bauteile ersetzt. Leider hielt diese Pechsträhne an – diesmal jedoch nicht der Strecke, sondern der Konkurrenz geschuldet.

28227954176_e62234d256_oNachdem der erste Wertungslauf problemlos abgeschlossen wurde, durften wir unseren zweiten Lauf gleich zweimal wiederholen, nachdem wir einmal in die Bande gedrängt wurden und ein andermal von einem liegen gebliebenen Fahrzeug an der Zieleinfahrt gehindert wurden. Bei all diesen Zwischenfällen hatten wir jedoch Glück, dass es dank der stabilen Carbonbauweise außer einem leicht zu ersetzenden Radkasten keine größeren Schäden mehr gab. Im Laufe des Wettbewerbes kam es bei einigen anderen Teams Überschlägen, Crashs und ein Prototyp fing sogar Feuer. Durch die trainierten Fahrer und Track Marshalls konnte das Rennen aber ohne große Beeinträchtigung der Sicherheit fortgeführt werden. Außerdem wurden regelmäßig Fahrzeuge abgeschleppt, die die starke Steigung in Kombination mit starken Seiten- und Gegenwinden nicht überwinden konnten. Allen erlittenen Widernissen zum Trotz konnten wir letztendlich aber als eins der wenigsten Teams alle regulären und gültigen Wertungsläufe erfolgreich beenden. Letztendlich konnten wir unsere Mühen mit einem sehr guten dritten Platz belohnen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Lob an unser gesamtes Team, das alle Tage hinweg zusammenhielt und eLi16 ständig in fahrbereiten Zustand brachte, damit wir wiederholt eine Spitzenplatzierung in der hart umkämpften Battery Electric Kategorie erreichen konnten.

Ein Ergebnis auf das wir – aufgrund der Geschehnisse auf der Strecke – mehr als stolz sein können und das uns Motivation für das nächste Jahr spendet. Bereits jetzt sind wir heiß auf die neue Saison und haben noch einige Überraschungen parat. Seien Sie gespannt!

360° VR video von eLi15 beim SEM2015

Wir sind stolz, die erste 360°-Fahrt auf einem Shell-Eco marathon Fahrzeug zu präsentieren, geschmückt mit Daten und Kommunikation. Ein riesen Dankeschön an CURLYPICTURES die das Video produziert haben und an Simelli für die tollen Beats! Wir empfehlen, eine VR-Brille zu nutzen oder das Video auf dem Smartphone anzusehen. Schauen Sie sich um und erleben Sie die Fahrt auf unserer eLi15!

Wir sind bereit für SEM2016!

SEM Challenger Event und EducEco 2016

Mitte Mai begann für das TUfast Eco Team mit den ersten zwei Events die Wettbewerbssaison 2016. Mit gepackten Sachen trat das Team früh morgens am 12.05. die 1100 Kilometer lange Reise nach Le Mans in Frankreich an.

IMAG2236Dort stand zunächst ein Test-Event für den in London stattfindenden Shell Eco-marathon – das sogenannte SEM Challenger Event – an. Dies war eine ideale Gelegenheit, die technischen Innovationen von eLi16 zum ersten Mal unter Wettbewerbsbedingungen zu testen und um möglichen Problemen frühzeitig auf die Schliche zu kommen. Wie bei einem derartigen Prototyp zu erwarten, gab es auch dieses Jahr bei den meisten Teams einige Komplikationen. Vor allem nach einem gefährlichen Fahrmanövers eines anderen Fahrzeuges und der nötigen Vollbremsung waren unsere Hauptsorge die Bremsen, die durchgehend geschliffen und damit den Energieverbrauch drastisch angehoben haben. Die Resultate waren deswegen selbstverständlich nicht optimal, jedoch konnten wir den Wettbewerb trotzdem als drittbester unserer Kategorie beenden.

IMAG2355Die zweitägige Pause zwischen den Wettbewerben konnte nun unser Team nutzen, um den Problemen Herr zu werden und weitere Anpassungen an eLi16 zu machen. Der zweite Wettbewerb – EducEco in Valenciennes – konnte also optimistisch angetreten werden. Der Parcours dort war mit einer langen Steigung und mehren engen Kurven sehr anspruchsvoll und brachte unsere eLi16 an die Belastungsgrenzen. Vor allem das Fahrwerk konnte dort seine Qualität unter Beweis stellen und durch eindrucksvolle Kurvenmanöver bestechen.

 

IMAG2278Trotz weiterer Problemen mit unserem Motor – eine vorläufige Version, die nicht auf derartige Steigungen ausgelegt ist – konnte im letzten Wertungslauf ein herausragendes Ergebnis von hochgerechnet 1400 km/kWh inkl. Solareinspeisung erreicht werden. Die reine Verbrauchsreichweite belief sich auf 985 km/kWh – die bisher höchste in einem derartigen Wettbewerb erzielte Messung. Damit konnte man den Wert des zweitplatzierten vervierfachen und sowohl den ersten Platz in der Kategorie Electric Prototype als auch den Gesamtsieg im Prototype Grand Prix erreichen. Zusätzlich dazu gewann man den Mathworks Award für unsere Simulation des Fahrzeugs und der Strecke und der daraus optimierten Fahrstrategie.

 

IMG-20160523-WA0005Als Fazit kann man folgern, dass wir trotz unzähliger Probleme nicht aufgegeben haben und genug schlaflose Nächte investiert haben, um letztendlich beim letzten Lauf doch noch für alle Bemühungen belohnt zu werden. Unser Team ist extrem zusammengerückt und hat Durchhaltekraft, Improvisationsgeist und Motivation bewiesen. Außerdem war auch die Unterstützung der anderen Teams groß, genauso wie die generelle Stimmung der Wettbewerbe. Dies sind die Tage auf die wir das gesamte Jahr hinarbeiten, unser Privatleben opfern und worin all unser Herzblut steckt. Wir freuen uns schon auf den Shell Eco-marathon in London, wofür wir hoffentlich derartigen Problemen bereits jetzt aus dem Weg gehen konnten.

Rollout 2016

26250489346_5f878cf714_oMit einem gelungenen Event feierte unser Team den bisherigen Höhepunkt dieser Saison. Dieser Abend war für unsere Freunde, Familien und vor allem für unsere Sponsoren, ohne die dieses einmalige Projekt nicht möglich gewesen wäre.

Nach einer sehr anstrengenden und schlaflosen Woche voller Vorbereitungen durften wir unsere knapp 200 Gäste vor bester Kulisse im MVG-Museum empfangen und auf einen interessanten Abend einstimmen.
Nachdem man ein wenig ins Gespräch gekommen war und sich jeder am Buffet bedient hatte, wurden unsere Gäste offiziell begrüßt. Es folgte eine kurze Präsentation über unseren Verein, bei der sich auch unsere Kollegen vom TUfast-Racing Team – die zahlreich erschienen waren – vorstellten. Anschließend wurden Herausforderungen, Ziele und Neuerungen der einzelnen Baugruppen vorgestellt.

 

25673858083_ff49920dec_oDa uns diese Saison beim Shell Eco Marathon eine anspruchsvolle Strecke mit mehreren Steigungen erwartet, arbeitet unser Team an einer möglichst optimalen Fahrstrategie. Die Herausforderung des neuen Kurses hat auch unsere Antriebsgruppe beschäftigt. Daher wurden Konzepte vorgestellt, wie wir diese Schwierigkeiten meistern werden.  Ziel unseres Fahrwerk-Teams war es in dieser Saison, das erfolgreiche Lenkkonzept von letztem Jahr noch weiter zu verbessern und uns durch leichtere Bauteile, sowie durch umfangreiches Testen einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen. Auch unser Chassis hat sich dieses Jahr noch einmal erheblich verbessert. Eine noch aerodynamischere Form und erhebliche Gewichtseinsparungen beeindruckten unsere Gäste. Zuvor wurden die Anwesenden jedoch noch auf eine kleine Reise mitgenommen und dank Virtual Reality erlebten alle eine 360°-Fahrt auf der letztjährigen Strecke hautnah mit.
Zuletzt, bevor wir unser Fahrzeug präsentierten, wurden die anwesenden Sponsoren einzeln auf die Bühne gebeten, wobei jede Firma ein kleines Präsent als Erinnerung an unsere Kooperation überreicht bekam.

 

Danach war es endlich soweit. Unter großem Applaus fuhr unsere eLi16 im Saal ein. Und – seien wir einmal ehrlich – ist sie nicht eine Schönheit?

Nachdem alle unser Fahrzeug bestaunt hatten, ließen wir den Abend langsam ausklingen.
Abschließend bleibt uns nur noch zweierlei zu sagen. Zum einen möchten wir uns bei allen Unterstützern bedanken. Danke an unsere Freunde und Familien, die uns immer den nötigen Rückhalt gegeben haben, um unseren Traum zu erfüllen. Und ein besonderes Dankeschön an alle Sponsoren. Ohne Ihre Hilfe wäre all das nicht möglich gewesen. Wir hoffen, dass wir das in uns gesetzte Vertrauen erfüllen konnten.
Und zu guter Letzt haben wir noch eine Botschaft: Wir sind bereit für die kommenden Wettbewerbe!
Hier sind wir! Hier ist eLi16! SEM 2016, wir kommen!

 

Teamfoto 2016

Der Start ins neue Jahr

tufasteco1-2Nachdem zu Beginn des Jahres die meisten unserer Teammitglieder v.a. prüfungsbedingt sehr viel Freizeit opfern mussten, startet nun auch das TUfast Eco Team so richtig in das Jahr 2016 und damit in den finalen Abschnitt für die Fertigung unseres neuen Prototypen.

Wir haben unser letztjähriges Fahrzeug, eLi15, nochmal für einige Testfahrten aus dem Gate geholt, um Messdaten für die Auslegung des neuen Konzepts zu sammeln und unsere neue Fahrerin einzugewöhnen (siehe Bilder). Zusätzlich haben wir zwei unserer jüngsten Teammitglieder nach ihren Erfahrungen im Team gefragt. Das Ergebnis, das einen schönen Einblick in das Leben des Teams gibt, lesen Sie im Folgenden.

 

Artur Grau Miarons (Chassis):

Carbon. So nennen die Mitglieder der Baugruppe Chassis das Material, worum sich ihr ganzes Semester dreht. Im TUfast Eco Team übernimmt diese Baugruppe jährlich den gigantischen Auftrag unserem Prototypen einen Körper zu geben.

tufasteco1-11Ich habe das Glück gehabt, mich dieser wunderbaren Truppe anschließen zu können, und wie vorhersagt, habe ich in den letzten Monaten unzählbar viel gelernt. Uns Erstis wurde als erstes das Laminieren der Kabelkanäle aufgetragen, wobei wir unter Betreuung das Reinigen, Eintrennen und Laminieren mit Prepreg Gewebe kennengelernt haben. Einen weiteren Schritt konnten wir bei der Fertigung unseres zentralen Bauteiles durchführen, das sorgfältige Eintüten des Monocoques. Erst in einer dichten Tüte kann es zum Autoklav geschickt werden, wo durch Hitze und Druck die Prepreg Schicht um die, als Sandwichmaterial benutzte, Aluminiumwabe aushärtet. Damit überhaupt laminiert werden kann, wird aber eine geeignete Form benötigt. Wir hatten die Gelegenheit, die des Deckels und der Radkästen vorzubereiten. Dafür wurden Ureolplatten gesägt und in den für das spätere Fräsen der Form gewünschten Aufbau zusammengeklebt.

Wie unser Name schon andeutet, sind wir ein Team, und unter anderem bedeutet das, dass sich die Mitglieder baugruppenübergreifend unterstützen. Deswegen hatten wir auch die Gelegenheit, andere Baugruppen beispielsweise auf der Suche nach Sponsoren zu unterstützen.

Jetzt kann ich behaupten, dass das Eintreten in diesen Verein die für mich bisher wichtigste Entscheidung des Studiums gewesen ist.
Auf geht’s zu den Wettbewerben!

 

Marvin Doerr (Antrieb):

tufasteco1-5Im Antrieb wurde in in der Zwischenzeit an Schaltplänen für die verbleibenden Platinen – zum Beispiel dem Battery-Management-System – gearbeitet. Andere, bereits gefertigte Platinen, wurden bestückt und haben mittlerweile ihre Software bekommen, inklusive eines einheitlichen Messaging-Protokolles. So kann sich nun die Sensorplatine mit der Peripherieplatine verständigen und Telemetriedaten austauschen. Diese werden auch schon über eine eigens programmierte grafische Oberfläche auf dem Kontroll- und Navigationsdisplay der Fahrerin dargestellt.

Zusätzlich konnte sich das Antriebsteam einige neue Sponsoren sichern und die Fertigung des Motors vorantreiben.

Mit dieser Unterstützung und dem tollen Teamspirit freue ich mich bereits auf die Wettbewerbe!