Shell Eco-marathon 2016 in London

28046153491_9c2d2f7636_oNach einer langen Saison voller Auf und Ab stellte die Teilnahme am Shell Eco-marathon in London den Endpunkt dar. Weil unsere Ausrüstung bereits Mitte der Woche verschifft wurde und die meisten Mitglieder den Flugweg auf die Insel nutzten, konnte die Reise dann meist mit einer vorhergehenden Akklimatisierung in der Stadt verbunden werden. Ausgeruht konnte sich also das gesammelte Team in London treffen und in den Wettbewerb starten, wo zunächst die technische Inspektion zu bestehen war, um auf der Strecke zugelassen zu werden. Diese erste Hürde konnte relativ problemlos genommen werden, da wir schon die Erfahrungen der letzten Events in der Saison nutzen konnten und ein betriebssicheres Fahrzeug gebaut hatten. Somit waren wir eines der ersten aus über 200 Teams, die für die Strecke zugelassen wurden.

27509483174_36082997f9_oBei den ersten Testläufen wurde bereits deutlich, wie anspruchsvoll und schwierig die Strecke ist. Besonders eine große Steigung und einige schlecht verarbeitete Fahrbahnübergänge brachten unser – aus Effizienzgründen ungefedertes – Fahrzeug an seine Grenzen. Bereits beim zweiten Testlauf mussten wir aufgrund der unerwartet hohen Belastungen eines unserer Kernbauteile auswechseln. Größere Schäden konnte jedoch vermieden werden und innerhalb von zwei Stunden wurden alle betroffenen Bauteile ersetzt. Leider hielt diese Pechsträhne an – diesmal jedoch nicht der Strecke, sondern der Konkurrenz geschuldet.

28227954176_e62234d256_oNachdem der erste Wertungslauf problemlos abgeschlossen wurde, durften wir unseren zweiten Lauf gleich zweimal wiederholen, nachdem wir einmal in die Bande gedrängt wurden und ein andermal von einem liegen gebliebenen Fahrzeug an der Zieleinfahrt gehindert wurden. Bei all diesen Zwischenfällen hatten wir jedoch Glück, dass es dank der stabilen Carbonbauweise außer einem leicht zu ersetzenden Radkasten keine größeren Schäden mehr gab. Im Laufe des Wettbewerbes kam es bei einigen anderen Teams Überschlägen, Crashs und ein Prototyp fing sogar Feuer. Durch die trainierten Fahrer und Track Marshalls konnte das Rennen aber ohne große Beeinträchtigung der Sicherheit fortgeführt werden. Außerdem wurden regelmäßig Fahrzeuge abgeschleppt, die die starke Steigung in Kombination mit starken Seiten- und Gegenwinden nicht überwinden konnten. Allen erlittenen Widernissen zum Trotz konnten wir letztendlich aber als eins der wenigsten Teams alle regulären und gültigen Wertungsläufe erfolgreich beenden. Letztendlich konnten wir unsere Mühen mit einem sehr guten dritten Platz belohnen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Lob an unser gesamtes Team, das alle Tage hinweg zusammenhielt und eLi16 ständig in fahrbereiten Zustand brachte, damit wir wiederholt eine Spitzenplatzierung in der hart umkämpften Battery Electric Kategorie erreichen konnten.

Ein Ergebnis auf das wir – aufgrund der Geschehnisse auf der Strecke – mehr als stolz sein können und das uns Motivation für das nächste Jahr spendet. Bereits jetzt sind wir heiß auf die neue Saison und haben noch einige Überraschungen parat. Seien Sie gespannt!

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