29.05.2011 – Unser Shell Eco-marathon 2011

Der Wettbewerb ist vorbei, nun heißt es erst einmal Kraft tanken.

Schließlich mussten wir nach einer problemlosen, aber langen Anreise weiter an unserem Fahrzeug arbeiten. Hierbei hatten wir das Glück ein komplettes Zelt für uns alleine nutzen zu können, was jedoch einen unerfreulichen Grund hatte. Unsere eigentlichen Zeltnachbarn der FH München konnten die Reise in die Lausitz nach Problemen mit ihrer Brennstoffzelle nicht antreten.

Bild Fahrerlager Bild vom Start

Vor Ort stellte uns die technische Abnahme zunächst vor einige unerwartete Probleme. So mussten wir, auf Grund von Unklarheiten beim Reglement, unseren Not-Aus-Schalter kurzfristig umbauen. Nach der zuletzt sehr intensiven Bauphase konnte uns das jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Au0erdem gab es dabei auch eine positive Nachricht, denn unser Fahrzeug war mit 32 kg eines der leichtesten im Feld – die technische Basis stimmte also.

Damit war der Weg frei für unseren ersten Trainingslauf, der leider wenig erfolgreich verlief. Denn die kurzfristig reparierte Felge führte durch einen Höhenschlag zu einem deutlich höheren Energiebedarf. Somit war der erste Versuch bereits nach wenigen Metern beendet. Unser Team ließ sich von diesem Rückschlag jedoch wenig beeindrucken und arbeitete Tag und Nacht um einen gültigen Wertungslauf zu absolvieren. Dabei wurde in Schichten gearbeitet und den bitterkalten Nächten getrotzt, bei denen nur ein kleiner Heißluftfön für etwas Wärme im Werkstattzelt sorgte.

Jedoch wurden wir weiter vom Pech verfolgt. Nach einem deutlich erfolgreicheren Versuch begann die Brennstoffzelle zu lecken – eigentlich das aus für unser Team. Trotzdem arbeiteten wir fieberhaft an einer Lösung und konnten letztendlich immerhin noch einen Versuch starten, welcher jedoch wiederum an einem kleinen Problem scheiterte. Der Wettbewerb war damit für uns gelaufen.

Paradoxerweise konnten wir anschließend viele problemlose Runden auf dem offiziellen Testgelände hinter dem Fahrerlager drehen und trotz ständigen starken Beschleunigens funktionierte das Fahrzeug wie ein Uhrwerk. Dies ermöglichte dann auch einen versöhnlichen Abschluss für unsere Teammitglieder, welche abwechselnd eine Runde in unserem H-TU drehen konnten. Zugegebenermaßen konnte nicht jeder die optimale Sitzposition einnehmen…

Die Sitzpolsition - leider nicht optimalGruppenfoto

Abschließend können wir festhalten, dass wir mit einer grandiosen Teamleistung ein tolles Fahrzeug auf die Beine stellen konnten. Der wenig erfolgreiche Wettbewerb ist für uns lediglich ein Grund mehr weiterzumachen, um im nächsten Jahr das volle Potential des Fahrzeugs abzurufen. Schließlich wäre nach unseren Hochrechnungen bereits bei diesem Wettbewerb eine Top 5-Platzierung absolut im Bereich des Möglichen gewesen.

An dieser Stelle noch ein herzlicher Dank an unsere Sponsoren, ohne die unser Projekt nie hätte realisiert werden können!

 

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